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Die Welt des Protestantismus im Film – das Zeughauskino zeigt Werke aus Deutschland, Skandinavien, Südkorea und den USA

Zeughauskino

Das Deutsche Historische Museum zeigt im Zeughauskino begleitend zur Ausstellung „Der Luthereffekt“ vom 14. April bis 28. Mai 2017 Werke aus Skandinavien, Südkorea, den USA und Deutschland sowie einen Stummfilm, der über die Missionsarbeit am Kilimandscharo und im ostafrikanischen Njassa-Gebiet berichtet.

Allesamt sind diese Filme Ausdruck der Einflüsse, die der Protestantismus in diesen Filmkulturen besaß oder immer noch besitzt. Einige Filme sind in der Anlage der Figuren und Konflikte und in den Formen ihrer Bild- und Tongestaltung durchdrungen von spirituellen Ideen sowie protestantischen Motiven. Andere Arbeiten interessieren sich hingegen für eine kritische Auseinandersetzung mit dem Protestantismus und untersuchen die gesellschaftlichen Auswirkungen von Lebensweisen, die vom Protestantismus geprägt sind: ein Anliegen, das auch die Analyse ökonomischer und politischer Aspekte einschließen kann.

Zu sehen sind unter anderem Ingmar Bergmans sogenannte Glaubenstrilogie "Wie in einem Spiegel" (1961), "Licht im Winter" (1963) und "Das Schweigen" (1963) sowie Michael Hanekes parabelhaftes Drama "Das weiße Band – Eine deutsche Kindergeschichte" (2009). Eine filmhistorische Entdeckung stellt die Vorführung des 1928 entstandenen Missionsfilms "Andrea, der Sohn des Zauberers" dar, den die Pianistin Eunice Martins am Flügel begleiten wird.