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Martin Luther Kings Thesenanschlag vor 51 Jahren

Das Bild zeigt Martin Luther King, wie er 1966 seine Thesen zur sozialen Gerechtigkeit an die Rathaustür in Chicago heftet.

Heute jährt sich der symbolträchtige Thesenanschlag Martin Luther Kings am Rathaus von Chicago zum 51. Mal.

Manch einer bezweifelt noch immer, dass Martin Luther am 31. Oktober 1517 seine 95 Thesen an das Portal der Wittenberger Schlosskirche genagelt hat. Unbestritten ist dagegen ein weiterer Thesenanschlag knapp 450 Jahre später, den John Tweedle mit seiner Kamera festhielt: Am 10. Juli 1966 heftete Martin Luther King seine Thesen zur sozialen Gerechtigkeit an die Rathaustür Chicagos. Tweedles berühmte Originalfotografie können Sie nun in der Nationalen Sonderausstellung „Luther! 95 Schätze – 95 Menschen“ bestaunen.

Die Ausstellung beleuchtet die Wirkung Luthers vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart anhand von 95 Menschen, in deren Leben die reformatorische Botschaft eine besondere Rolle spielt. So erinnerte der US-amerikanische Bürgerrechtler und Baptistenprediger King mit seiner symbolhaften Aktion an den Wittenberger Reformator, dessen Namen er trug, seit sein Vater ihn und sich selbst von „Michael“ in „Martin Luther“ umbenannt hatte. Prangerte Martin Luther 1517 den geschäftsmäßigen Ablasshandel der Kirche an, kämpfte King in den 1960-er Jahren für Gleichheit und Freiheit der afroamerikanischen Bevölkerung. Seine Forderung von einer Gesellschaft ohne „Rassentrennung“ führte Martin Luther King auch auf Luthers reformatorische Botschaft zurück: Vor Gott sind alle Menschen gleich! Mit seiner Rede „I have a dream“ schrieb Martin Luther King 1963 vor dem Lincoln Memorial in Washington Weltgeschichte und wurde zum Wortführer der Bürgerrechtsbewegung in den USA.